Unsere Geschichte

1922 – 2014

91 Jahre Hundesportverein Düsseldorf-Golzheim 1922 e. V.

Am18. November 1922 wurde in der Gastwirtschaft „Anne Bill“
Der Hundesportverein Düsseldorf-Golzheim gegründet. Zunächst
wurden in unmittelbarer Nähe des Lokales und später auf dem
Übungsplatz an der Kaiserswerther Straße die Übungsstunden
durchgeführt, bis 1928 auf der Golzheimer Heide, in der Nähe des
Schlageterdenkmals, ein schöner Übungsplatz mit Vereinsheim
und Boxen eingerichtet werden konnte.

Ein dauernder Aufstieg des HSV Düsseldorf-Golzheim zeichnete
sich ab, bis der Ausbruch des Krieges 1939 dem Vereinsleben ein
plötzliches Ende bereitete. Nicht nur die meisten Mitglieder, auch
fast alle Vierbeiner mussten nach und nach in den Kriegsdienst.
Vorbei waren der Übungsbetrieb, vorbei auch alle schönen
Stunden im Kreise der Sportkameraden.

Bomben vernichteten in Sekunden, was von den Mitgliedern in
Jahren mühevoller Arbeit aufgebaut worden war. Aller Besitz des
Vereins, alle Dokumente, Protokolle, Preise und Diplome wurden
während des Krieges ein Raub der Flammen, der HSV Düsseldorf-
Golzheim hatte aufgehört zu sein. Von dem schönen Vereinsheim
und den Boxenanlagen blieben nur noch Schuttberge.

Und bald verwandelte die wirtschaftliche Notzeit den Übungsplatz
in ein blühendes und grünendes Gartengelände.

Etwa zehn Mitglieder, unter ihnen der Gründungsvorsitzende Leo-
pold Schlieker und die Gründungsmitglieder Georg Laufer und
Franz Kirchner, fanden sich 1946 im damaligen Haus Rheinstadion
zu einer ersten Versammlung nach dem Krieg ein, und es begann
ein mühevoller Aufbau aus dem Nichts.
Da es unmöglich war, den Gartenbesitzern auf unserem Übungs-
platz die Nutzung zu entziehen, waren unsere Mitglieder gezwun-
gen, auf einem Freigelände in Stockum mit den Übungsstunden zu
beginnen. Doch 1947 gelang es mit Unterstützung der Mannes-
mannwerke, am Nördlichen Zubringer in Unterrath einen Übungs-
platz aufzubauen. Damit wurde der HSV Düsseldorf-Golzheim in
den Nordosten der Stadt verschlagen, behielt aber seinen Namen,
der vom Ortsteil Golzheim stammte.
Nun nahm die wechselvolle Geschichte des HSV D,dorf-Golzheim
Ihren Lauf.

Anfang 1956 mußte das Übungsgelände für Erweiterungsbauten der
Firma Mannesmann und der Verbreiterung des Nördlichen Zubringers
geräumt werden. Die Fa. Mannesmann zeigte sich wieder als Förderer
unseres Vereins und stellte einige hundert Meter weiter ein neues
Gelände zur Verfügung.


Der Neuaufbau begann.

Im März 1956 konnte im neuen Vereinsheim schon die erste Versam-
mlung stattfinden. Im Mai 1956 fand auf dem Übungsplatz eine erste
Prüfung statt und für die Anlage und Heim wurde vom damaligen
Verbandsvorsitzenden Franz Neuß der goldeneSchlüssel übergeben,
den der Vorsitzende und spätere Ehrenvorsitzende Leopold Schlieker
stellvertretend für alle Mitglieder entgegennahm.

Der HSV D,dorf-Golzheim entwickelte sich wieder zu einem starken
Verein im Hundesport – teilweise standen bis zu zehn Sch III-Hunde
zur Verfügung. Bald waren die Hunde und Hundeführer des Vereins auf
Verbandsebene wegen ihrer Qualitäten gefürchtet.


Schon nahte ein neues Ende.

Im Jahre 1966 benötigte die Fa. Mannesmann das Vereingelände zur
Erweiterung der Fabrikationsanlagen. Es folgte wieder ein Neuaufbau
auf einem Gelände auf Gut Heiligendonk, wieder einige hundert Meter
entfernt vom vorherigen Übungsplatz, an der Stadtgrenze nach Ratingen.
In dieser Zeit übernahm der Ehrenvorsitzende des Verbandes, Franz Neuß,
den Vorsitz im HSV D,dorf-Golzheim.

Eine wunderschöne Platzanlage mit Vereinsheim wurde von den Mit-
gliedern in vielen hundert Freizeitstunden hergerichtet. In dieser Zeit
erlebte der Verein seine Blüte und zählte nahezu 80 Mitglieder.
Die Zeichen der Zeit wurden erkannt und man beschäftigte sich nicht
ausschließlich mit der Ausbildung von Sportgebrauchshunden sondern
es wurden erste Kurse für die Basisausbildung für alle Hundehalter an
geboten.

Und schon wieder stand der Verein der Planung von Projekten im Weg.
Im Jahre 1988 wurde uns mitgeteilt, dass die geplante A44 genau durch
unseren Übungsplatz geführt wird. Und wieder hieß es, einen neuen Übungsplatz
suchen und retten was zu retten war. Mit Hilfe des Liegenschaftsamtes der Stadt Düsseldorf gelang es Josef Horn ein Gelände in Lohausen von der Stadt Düsseldorf anzupachten.


Im Jahre 1989 war es dann wieder soweit, ein Umzug und Neuaufbau
konnte beginnen. Die vorhandene Fläche am Stadionweg, bisher eine Viehweide,
musste für unsere Belange hergerichtet werden. Großangelegte Planierungsarbeiten waren erforderlich.
Nun fehlte noch ein Vereinsheim. Durch Glück konnten wir an ein Fertighaus kommen, was es galt
in Aachen ab- und in Düsseldorf wieder aufzubauen. Auch hier halfen die Mitglieder in ihrer Freizeit mit,
dies zu bewerkstelligen.


Schließlich im Jahre 1991, war es dann soweit, die Platzanlage war fertig, das Vereinsheim aufgebaut und die ersten Prüfungen konnten durchgeführt werden.
Von der ersten Stunde in Lohausen widmete sich der Verein, als erster in Düsseldorf, der Basisausbildung. In den vergangenen Jahren haben auf unserem Übungsgelände viele hundert Hunde Gehorsam und die Hundebesitzer den richtigen Umgang mit dem Hund gelernt.
Aber es kann, wie die Vergangenheit lehrt, nicht alles reibungslos vonstatten gehen.
Am 18. März 1995, am frühen Nachmittag, brannte unser Vereinsheim ab. Und wieder zeigte sich
der Zusammenhalt der Mitglieder und die Verbundenheit mit dem Verein.
Innerhalb weniger Monate wurde das Vereinsheim wieder hergerichtet und erstrahlt heute in
seinem Glanz von gestern. Blickt man auf die 90 Jahre seines Bestehens zurück, fällt auf,
dass in dieser Zeit lediglich acht Vorsitzende den Verein leiteten, die hier genannt werden:

Leopold Schlieker,

Otto Kleine,

Rudi Phillippen,

Emil Frühauf,

Franz Neuß,

Josef Horn,

Hans Thiel

und von 1990 wieder Josef Horn.

Seit 2002 ist Thomas Krah der Vorsitzende des Vereins.